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Nachhaltigkeit

Was ist Nachhaltigkeit? Wen betrifft sie? Was bewirkt sie?

Wir beantworten diese Fragen in dieser Zusammenfassung.

 

ehc erklärt: Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist...

  • ein Appell.
  • ein Leitbild. 
  • kosmopolitisch und ganzheitlich.
  • weltweit von Bedarf.
  • definiert und instrumentalisiert worden, damit wir eine gemeinsame Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit haben.
  • bis 2030 zu realisieren.

 

Nachhaltigkeit besteht aus drei gleich wichtigen Bereichen, auch Säulen der Nachhaltigkeit genannt. Wir haben die Säulen und eine kurze Erklärung für Sie vorbereitet:

  1. Ökonomische Nachhaltigkeit. Die ökonomische Dimension von Nachhaltigkeit schreibt vor, dass ökonomische Gewinne so zu erzielen sind, dass weder die Gesellschaft, noch die Umwelt unter ihr leidet. Es macht keinen Sinn - so die Grundsätze der ökonomischen Nachhaltigkeit - Gewinne zu erzielen und nachher Teile in Maßnahmen zu investieren, die die Schäden der Gewinnerzielung wieder reparieren sollen. Lieber von Beginn an nachhaltig.
  2. Ökologische Nachhaltigkeit. Diese Säule der Nachhaltigkeit ist die, die am ehesten mit Nachhaltigkeit verbunden wird. Ein wertschätzender Umgang mit Natur und Umwelt, die Aufrechterhaltung von Biodiversität und eine grundsätzliche Umweltfreundlichkeit sind Werte, die hier zu verorten sind. Ziel ist ein Gleichgewicht zwischen Leben und Umwelt, Systeme und Prozesse sollen durch menschliches Einwirken nicht destabilisiert oder zerrstört werden, sondern langfristig gesichert werden.
  3. Soziale Nachhaltigkeit. Miteinander statt gegeneinander, so könnte die einfache Zusammenfassung dieser Säule lauten. Soziale Nachhaltigkeit zielt darauf ab, dass Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, finanziellen Hintergründen etc. respektvoll und tolerant miteinander umgehen. Integration und Inklusion sind hier zu finden.

In den drei Säulen der Nachhaltigkeit erfassen wir ihr Engagement und geben Ihnen ein klares Feedback dazu.

 

Mehr und mehr fordern Öffentlichkeit, Medien und nicht zuletzt die Gäste im nachhaltigen Tourismus von ihren Gastgebern den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Mitarbeitern. Das Engagement eines Hoteliers oder einer Hotelierin hat bereits heute einen an Bedeutung zunehmenden Einfluss auf die Urlaubsentscheidung von Individual. und Geschäftsreisenden - diese Entwicklung wird zunehmen. ehc bietet die Begleitung und Verifizierung Ihres nachhaltigen Wachsens an.

 

 

Begriff und Entstehungsgeschichte

Wie kam es zur "Erfindung" und Definition von Nachhaltigkeit?

 

Es ist das erste Mal 1713 von Nachhaltigkeit die Rede. Clausewitz, ein sächsischer Oberhauptmann, der in der Forstwirtschaft tätig war, war der erste, der das Problem erkannte und ganzheitlich thematisierte. Seine zentrale Aussage hält fest, dass die damals wertvollste Ressource (Holz) nicht schneller geschlagen werden durfte, als sie nachwachsen konnte. Aus diesem Grund führte er unter dem Begriff Sylvicultura Oeconomia erste Regeln und Grundsätze ein, mit dem Ziel das natürliche Nachwachsen dieser wichtigen Ressource sicherzustellen.

Der sichergestellte, ständige Bestand von ausreichend Holz war der Ausgangspunkt der Arbeiten von Clausewitz. Neben der Forstwirtschaft erkannte die Disziplin der Wirtschaftswissenschaft als nächstes den Gedanken der nachhaltigen Arbeitsweise.

Besonders John Stuart Mill hat die Idee der Nachhaltigkeit in den Wirtschaftswissenschaften geprägt. Er hat damit begonnen, dass er in seine Berechnungen Faktoren einarbeitete, die sich auf die Natur und ihre Ressourcen bezogen. So wurde beispielsweise in die Berechnung die Wiederherstellung der Ressource einbezogen. Mit seinen Ideen prägte Mill besonders die Gedanken, die sich heute mit der Ressourcenschonung befassen. Als Visionär erkannte Mill frühzeitig das Potential in Krisen, während Aufständen und Nöten über ausreichend Ressourcen zu verfügen. Aufgrund der großen Erfolge seiner theoretischen und praktischen Arbeiten kam ihm große internationale Beachtung zu.

Mit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Gedanke der Nachhaltigkeit unter dem Begriff maximum sustainable yield in der Fischerei verwendet. Ähnlich wie bei Clausewitz, sollte das natürliche Nachkommen der Ressource berücksichtigt werden. Mit diesem Entwicklungsschritt kam der Gedanke der Nachhaltigkeit in der Organisation und Sicherstellung des täglichen Lebens an. 200 Jahre davor war Nachhaltigkeit größtenteils auf Forstwirtschaft und ökonomische Abschreibungsregeln beschränkt. Mit der Zeit hat sich die Aufmerksamkeit vergrößert, bis schließlich die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas begonnen hat.

Im Jahr 1972 begann die Auseinandersetzung mit dem Thema auf wissenschaftlicher Ebene. Ein Meilensteil in der Geschichte der Nachhaltigkeit war die erste weltweite UN-Umweltkonferenz in Stockholm (1972), die gleichzeitig auch den internationalen Durchbruch und globale Bekanntheit bewirkte. Über die Aufarbeitung in der Wissenschaft erhielt das Thema Einzug in alle Bereiche, so auch in Politik und Soziales. Die deutliche und klare Botschaft an die Weltbevölkerung war ernst und doch hoffnungsvoll: Nur durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem aktuellen Zustand von Umwelt und Natur, unserem Umgang mit Ressourcen und unserem Lebensstil können Maßnahmen und Methoden entwickelt werden, die einen Fortbestand der Menschheit, ihres Wohlstandes und ihrer Wohlfahrt sicherstellen können.

1987 veröffentlicht die Brundtland-Kommission, bestehend aus Mitgliedern, die 1983 von den Vereinten Nationen benannt wurden, ihren bedeutenden Bericht mit dem Titel Unsere gemeinsame Zukunft. Unter dem Vorsitz des damaligen norwegischen Ministerpräsidenten Gro Harlem Brundtland schaffte es die Kommission Nachhaltigkeit als Begriff, Thema und Theorie so aufzuarbeiten, dass die Welt(bevölkerung) in ihr ein Leitbild erkennen konnte.

Der internationale Druck und die Probleme der Zeit zwangen die Vereinten Nationen sich mit den Weltproblemen auseinander zu setzen und Lösungen dieser zu entwickeln. Als Herausforderungen galten damals besonders (1) das Auseinanderdriften von Arm und Reich, (2) die Ausbeutung der Natur und von natürlichen Vorkommnissen, (3) die stetig steigende Anzahl der Menschen, die in Hunger und mangelhafter Versorgung der lebensnotwendigen Dinge aufwachsen und leben müssen und (4) die Sicherstellung von Frieden. Nachhaltigkeit ist die Antwort und Lösung für diese Probleme: sie ermöglicht, fördert und fordert einen offenen, partizipativen Umgang miteinander und fokussiert Chancengleichheit und Gerechtigkeit zwischen einzelnen Staaten, Menschen und Kulturgruppen, sieht sich alle als gleichwertig an und beachtet auch ein Balanceverhältnis zwischen Generationen selber. An dieser Stelle heben wir die bis heute gültige Definition von Nachhaltigkeit durch die Brundtland-Kommission von 1987 hervor:

„Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.” (WCED 1987)

Die Bedürfnisbefriedigung der einen Generation darf also nicht über dem Bedarf nachfolgender Generationen stehen.

 

Nachhaltiger Tourismus

Was bedeutet Nachhaltigkeit für den Tourismus? An welchen Stellen hat der Tourismus Mitwirkungschancen und konkrete Aufgaben? Wie wird aus Tourismus nachhaltiger Tourismus?

 

Das erfahren Sie hier.

 

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